Stadtteilfest (13.7.07)
von Hauke
Mit einem Monat Abstand ist es das, woran ich mich erinnere. Wenn etwas nicht genau stimmt,
sagt mir bitte Bescheid! Danke!
7:00: Pfr. Meinhold erscheint auf dem Festgelände, um die genaue Stelle für die Bühne
anzugeben. Aber die Gerüstbaufirma erscheint nicht.
8:00 Es ist bewölkt, nicht sehr warm, aber trocken. Zu diesem frühen Zeitpunkt sind sieben
Männer und eine Frau aus dem Wohngebiet da. Sie wollen ein Zelt und 6 Pavillons, die
Biertischgarnituren und den Megakicker in Ruhe aufbauen. Diese Leute, die größtenteils
im Vorbereitungsteam mitgemacht hatten, arbeiten den ganzen Tag sehr engagiert und
konsequent mit. Für sie scheint es die größte Ehre zu sein, ihr Amt möglichst optimal
auszufüllen. Die Stadtwerke beginnen, den Baustellen-Verteilerkasten anzuschließen.
9:00 Uhr wird die Tontechnik und die Materialien für die verschiedenen Stationen angefahren.
Die Tontechniker wollen beginnen, die Bandtechnik zu installieren. Allerdings ist die Bühne
noch nicht da, geschweige denn aufgebaut. Die Jugendlichen des Teezeltes kaufen ein. Alle
Leute, die trotz Absperrung auf den benötigten Parkplätzen parken wollen, müssen
angesprochen werden. Dabei stellen wir fest: Alle "Einheimischen" wissen von dem Fest.
10:00 Uhr: Die Angst- und Bange-Phase. Die Elektriker sind fertig. Der Stromverteiler
befindet sich aber über 100 Meter von der Bühne entfernt. Die Absprachen mit den
Stadtwerken erwiesen sich als nicht detailliert genug. Sowohl die Techniker der Stadtwerke
als auch Pfr. Meinhold beginnen eilige Telefongespräche. Die 180°-Leute warten intensiv
auf die Lieferung der PA. Ein Ersatz könnte jetzt nicht mehr besorgt werden. Es wird
begonnen, den Megakicker zusammenzubauen.
11:00 Uhr: Die Erleichterung: Die Bühne wird aufgebaut, was ursprünglich für 7:00 Uhr
versprochen war. Die PA wird angeliefert und ausgepackt. Die Stadtwerke verlegen lange
Verlängerungskabel.
12:00 Uhr: Der Aufbau der Pavillons und die Einrichtung ist abgeschlossen. Viele gehen
nach Hause zum Duschen.
13:00 Uhr: Die Getränke werden angeliefert. An der Bühne werden noch Änderungen
vorgenommen, damit sie mit einem Pavillon vor etwaigem Regen geschützt werden könnte.
Die PA gibt die ersten Töne von sich. Die Kindereisenbahn wird aufgebaut.
14:00 Uhr: Der Megakicker ist fertig. Die Band "King's Cross" baut auf und macht ihren
Soundcheck. Der Kuchenbasar wird aufgebaut. Die Feuerwehrleiter für das Kistenklettern
wird gebracht. Der Bus des Spielmobils (Kreissportbund) trifft ein und findet den Parkplatz
tatsächlich komplett geräumt vor.
15:00 Uhr: Die ersten Gäste sind schon da. Die ersten Kinder erkunden die Hüpfburg. Ein
mobiler Eisverkäufer fährt vor. Es stellt sich heraus, dass er im Wohnviertel wohnt und
ein Geschäft gewittert hat. Die Mitarbeiter bekommen Freicoupons (jeder im Wert von 4 €)
und erhalten Namensschilder. Kurz danach beginnt das Kistenklettern. Nachdem die ersten
geklettert sind, bildet sich hier eine Schlange, die den ganzen Abend nicht abreist.
16:00 Uhr: Das Teezelt wird vorbereitet. Die zuständigen Jugendlichen kommen jetzt erst
von den Projekttagen im Gymnasium. Es sind viele Familien mit Kindern da. Die Hüpfburg ist
voll. Die Kindereisenbahn fährt ihre kleine Runde. Die beiden Basteltische (DRK und
Kreissportbund) bekommen den ersten Zulauf. Geschminkte Kinder laufen herum. Zehn Leute
zwischen 10 und 60 beginnen ein Megakicker-Spiel. Es ist warm und trocken, Sonne und Wolken
wechseln sich ab.
17:00 Uhr: Es sind ca. 220 Leute auf dem Platz. Pfr. Meinhold lädt zum Mitsingen von
Volksliedern ein. Wenige singen tatsächlich mit. Über die PA klingt es trotzdem gut.
Manche haben sich nicht getraut, ein Textblatt zu nehmen, weil sie dachten, sie müssten
dann auf die Bühne. Anschließend findet die kurze Talentshow statt: Akkordeon, Nasenflöte
und Beatbox und Schlagzeug kommen zum Klingen. Anschließend wird in Form von kurzen
Interviews die Arbeit von 180° vorgestellt. Der Grill bekommt allmählich mehr Zulauf. Das
Mega-Kicker-Spiel läuft immer noch mit denselben Leuten. Auf den Matten des AK-Ryu-Kai e.V.
zeigen Vereinsmitgliedern Kindern und Jugendlichen, wie sie sich bei Angriffen verteidigen
können. Wenn die Fünfjährige zuschlägt, fällt die erfahrene Kampfsportlerin geschickt auf
die Matte.
18:00 Uhr: Der Kuchenbasar wird abgebaut. Die Band "Post Modern Road Sweepers" beginnt den
Soundcheck. Etliche Feedbacks ziehen den Soundcheck sehr in die Länge, was manche Ältere
nervt. Sie bleiben trotzdem sitzen und lassen sich Bier und Gegrilltes schmecken. Zum
ersten Mal werden Bratwürste und Brot im nahe gelegenen Supermarkt nachgekauft. Einige
Jugendliche werden vom Festgelände geschickt, weil sie nicht bereit sind, ihre mitgebrachten
Alkoholika abzugeben. Bereits in der Einladung stand, dass alkoholische Getränke nicht
mitgebracht werden dürfen. Dass die Jugendlichen nicht geschimpft haben, zeigt, dass sie
das wussten. Im Teezelt sitzen ca. 10 Leute. Das Festgelände ist gut belebt. Der Mega-Kicker
ist nach dem besonders langen Match für einen Augenblick leer.
19:00 Uhr: Der Soundcheck auf der Bühne ist immer noch nicht vorbei. Die ersten Familien
gehen.
20:00 Uhr: Zunehmend kommen Jugendliche auf das Festgelände geschlendert. Die Kinder sind
größtenteils verschwunden. Zum zweiten Mal werden Würstchen nachgekauft. Auch alkoholfreie
Getränke müssen nachgekauft werden.
20:30 Uhr: Die "Band King's Cross" beginnt zu spielen. Die meisten älteren Menschen gehen
nach Hause. Dafür kommen mehr Jugendliche. Es werden ca. 200 Leute auf dem Gelände gezählt,
das Publikum ist aber weitgehend ein anderes als zu Beginn. Das Kistenklettern wird
beendet, nicht alle sind drangekommen, die das gern ausprobiert hätten. Der Mega-Kicker
wird abgebaut.
21:30 Uhr: Umbaupause. Hochbetrieb am Getränkepavillon. Im Teezelt sitzen 20 Jugendliche.
22:00 Uhr: Die Band "Post Modern Road Sweepers" beginnt zu spielen. 200 Jugendliche sind
vor der Bühne. Am Getränkestand hat sich eine Schlange gebildet.
23:00 Uhr: Die 3000 Coupons haben nicht gereicht. Am Kassenpavillon werden eingelöste
Coupons noch einmal ausgeteilt.
23:30 Uhr: Die zweite Band beendet ihr Konzert. Die bisher übrig gebliebenen Pfannkuchen
von Fa. Klemme werden verschenkt. In fünf Minuten sind fast hundert Stück aufgegessen.
Das Wetter hat gehalten. Es gab keinen Tropfen Regen.
24:00 Uhr: Es wird begonnen, die Stationen abzubauen.
0:30 Uhr: Die letzten Gäste gehen. Die Biertische werden abgebaut.
1:00 Uhr: Der erste Transport bringt Sachen nach St. Annen. Die Tontechniker ziehen immer
noch die Kabel.
2.00 Uhr: Außer der Bühne und der Bandtechnik ist fast alles geschafft. Die PA und die
Instrumente werden in einen Anhänger gestapelt Die Mitarbeitenden aus dem Wohnviertel
verabschieden sich.
3:00 Uhr: Der Anhänger mit der Bandtechnik steht auf dem Hof des Pfarrhauses und die Tür
wird verschlossen. Ein sehr erfolgreicher und Tag ist nach bis zu 20 Stunden Einsatz zu
Ende.